Hoffnung im Wartesaal des Exils
Maryam Kishawarz, Elsbeth-Wolffheim-Stipendiatin der Wissenschaftsstadt Darmstadt und des Writers-in-Exile-Programms des PEN, begann während ihrer Schulzeit in Kabul zu schreiben. Ihre Texte unterlagen schon vor der erneuten Machtübernahme der Taliban der Zensur. Heute werden Bücher afghanischer Autorinnen aus Universitäten entfernt und Frauen vom Bildungssystem ausgeschlossen. Die literarische Chronistin ihres Heimatlandes lebt nach ihrer Flucht im deutschen Exil. Im Gepäck hat die 22-jährige afghanische Autorin bislang unveröffentlichte Manuskripte, die vor allem die Situation der Frauen unter den Taliban dokumentieren.
Astrid Vehstedt, Writers in Exile-Beauftragte und Vizepräsidentin PEN Deutschland, wird das Gespräch führen.
Maryam Kishawarz, in Kabul, Afghanistan geboren, hat neben Romanen auch Sachbücher verfasst. Zu ihren Werken zählen u. a. »Afghanische Frauen im Sturm der Schwierigkeiten«, sowie »Afghanische Männer und soziale Herausforderungen«.
Astrid Vehstedt ist Schriftstellerin, Regisseurin und Filmemacherin sowie Writers-in-Exile-Beauftragte und Vizepräsidentin des PEN Deutschland. Sie wird das Stipendien-Programm vorstellen.
07.11.2026, 19:30 – 20:00 Uhr
Literaturhaus, Vortragssaal
Gespräch
Eintritt frei
Zum ersten Mal gastiert das Festival TEXTLAND im Literaturhaus Darmstadt. Das diesjährige Motto knüpft an Ernst Blochs Prinzip Hoffnung an, das Hoffnung nicht als bloßen Optimismus, sondern als produktive Kraft gesellschaftlicher und individueller Veränderung begreift. In einer Zeit, die von Kriegen, Krisen und Transformationsprozessen geprägt ist, stellt sich die Frage nach Orientierung und Zukunft mit neuer Dringlichkeit. Literatur und Kunst sind seit jeher Orte, an denen Hoffnung Gestalt gewinnt – als Imagination des Möglichen, als Form des Widerstands gegen Resignation und als Entwurf anderer Wirklichkeiten.










