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FÜR DIE FREIHEIT DES WORTES

Ausstellung „Weil ich beschlossen habe, mich nie bezwingen zu lassen“ in Kamen eröffnet

01.10.2026
Foto (v.l.n.r): Daniel Heidler Vorsitzender des Kulturausschusses und Astrid Vehstedt, Vizepräsidentin PEN Deutschland und Writers in Exile Beauftragte.

Am 27. September wurde im Haus der Stadtgeschichte in Kamen die Ausstellung „Weil ich beschlossen habe, mich nie bezwingen zu lassen“ eröffnet. Sie zeigt Porträts von Schriftstellern, die über das Writers-in-Exile-Programm des PEN Deutschland Schutz in Deutschland gefunden haben.

Astrid Vehstedt, Vizepräsidentin und Beauftragte für Writers in Exile des PEN Deutschland, eröffnete die Ausstellung. Für die Stadt Kamen nahmen unter anderem Daniel Heidler, Vorsitzender des Kulturausschusses, Aziz Özkir, Vorsitzender des Ausschusses für Chancengerechtigkeit und Integration, sowie die Integrationsbeauftragte Ines Rieger an der Vernissage teil.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Fotografien des Berliner Fotokünstlers Maximilian Gödecke. Er porträtierte Writers-in-Exile-Stipendiaten und kombinierte die Aufnahmen mit Textproben der jeweiligen Autoren. Die Ausstellung stellt ihre literarische Arbeit ebenso vor wie ihre persönlichen Geschichten von Verfolgung und Exil.

Einen besonderen Bezug zu Kamen hat die südsudanesische Schriftstellerin und Menschenrechtsaktivistin Stella Gaitano. Sie lebt seit 2022 als Writers-in-Exile-Stipendiatin in der Stadt und nahm an der Eröffnung teil.

Drei Filmporträts ergänzen die Ausstellung. Neben Stella Gaitano stellen sie Mubeen Khishany aus dem Irak und Kholoud Charaf aus Syrien vor. Beide lebten nach ihrer Aufnahme in das Writers-in-Exile-Programm zunächst in Kamen. Inzwischen wohnen sie in anderen deutschen Städten. Es wurde hervorgehoben, die Filme eigneten sich besonders für Schulprojekte und könnten jungen Menschen Zugänge zu den Themen Menschenrechte, Meinungsfreiheit, Verfolgung und Exil eröffnen.

Das Writers-in-Exile-Programm des PEN Deutschland unterstützt seit 1999 Schriftsteller, die in ihren Herkunftsländern verfolgt oder bedroht werden. Es ermöglicht ihnen, für bis zu drei Jahre in Deutschland zu leben und ihre schriftstellerische Arbeit fortzusetzen.

Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit von PEN Deutschland und ProMensch Kamen e. V. Während der Interkulturellen Woche ist sie zunächst im großen Raum im ersten Obergeschoss des Hauses der Stadtgeschichte zu sehen. Ab dem 2. Oktober wird sie im Erdgeschoss fortgeführt und bleibt dort bis auf Weiteres zugänglich.

 

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