„Was (mir) wirklich wichtig ist. Die frei&geist-Tour von PEN Deutschland“ startet am 11.6. in Nürnberg und führt 2026/27 durch alle 16 Bundesländer. Sie bringt Vertreter aus Literatur, Wissenschaft, Politik und Medien miteinander ins Gespräch, u.a. Jan Philipp Reemtsma, Irina Scherbakowa, Hasnain Kazim, Dörte Hansen, Philipp Hübl, Iris Berben, Bernhard Pörksen, Katja Lange-Müller, Wolfgang Thierse, Anna Schneider, Bernhard Schlink.
Pressemitteilung, Darmstadt, 3.6.26. Das Bedürfnis nach Austausch scheint derzeit immens. Noch nie wurde sich so viel geäußert – und so wenig zugehört. Während Soziale Medien, Talkshows und Kommentarspalten von steilen Thesen, alternativen Fakten und Empörung geprägt sind, sagt fast die Hälfte der Bevölkerung lieber gar nichts mehr.
Doch das öffentliche Gespräch ist die Herzkammer der Demokratie, ohne das wechselweise Abwägen von Meinungen und Standpunkten geht sie ganz ohne äußere Feinde zugrunde. PEN Deutschland will mit der frei&geist-Tour die Lust am Drauflosdiskutieren wiederbeleben, wie sie ganze Generationen geprägt hat.
Freilich ist gerade eine Zeit angebrochen, in der die Weltordnung neu definiert wird; alles, was als Nachricht oder Meinung öffentlich vermeldet wird, beansprucht Wichtigkeit und Dringlichkeit. Aber was ist denn die größte Krise, das drängendste Problem, die entscheidende Hoffnung, die alles verändern könnte, was ist das, was uns hier und heute am allerwichtigsten ist? Die frei&geist-Tour sammelt dazu Antworten: Jeder der eingeladenen Podiumsteilnehmer hat exakt fünf Minuten Zeit, um über das zu sprechen, was ihn momentan am meisten bedrückt oder vielleicht auch beflügelt. Keiner weiß vom anderen, welches Thema er für dieses Gespräch mitgebracht hat, der Abend beginnt für alle Beteiligten mit ein paar Überraschungen. Was dabei am Ende herauskommt? Gewiß keine weitere Debatte, kein bloßes Wortgefecht, sondern hoffentlich: ein Gespräch jenseits ideologischer Standardstatements und Blitzetikettierung des anderen.
„Wir leben in einer Zeit, in der fast alles auf Zuspitzung angelegt ist“, sagt PEN-Präsident Matthias Politycki, der die gesamte Reihe kuratiert und moderiert. „Weil alles ganz besonders klingen soll, klingt alles gleich. Das öffentliche Gespräch ist für viele zum öffentlichen Rauschen geworden, das man achselzuckend hinnimmt. Mit der frei&geist-Tour wollen wir Räume schaffen, in denen Menschen wieder neugierig aufeinander werden: auf Erkenntnisse, die sich in den Schnittpunkten der Standpunkte ergeben, auf Erkenntnisse, die eher auf neue Fragen hinauslaufen als auf die immergleichen Antworten.“
Die frei&geist-Tour baut der Forderung des internationalen PEN nach Freiheit des Wortes eine Bühne; Schriftsteller und Publizisten treffen auf Philosophen, Wissenschaftler und Politiker. Und anschließend aufs Publikum; die dabei entstehenden Kurzvideos werden auf dem YouTube-Kanal von PEN Deutschland veröffentlicht. So entsteht im Lauf der Tour ein Mosaik aus Gedanken, Erfahrungen, Hoffnungen und Anliegen – PEN Deutschland öffnet einen Gesprächsraum für die Gesellschaft insgesamt.
„Die besten Gespräche sind oft die, bei denen niemand vorher weiß, wohin sie führen werden“, sagt Politycki. „Wir möchten zeigen, dass diese Gespräche nicht etwa entstehen, wenn man gleicher, sondern wenn man unterschiedlicher Meinung ist. Es geht nicht darum, die Differenz aufzulösen. Sondern darum, die Differenz, jede Differenz als die angemessene Erscheinungsform der demokratischen Idee zu begreifen.“
Was (mir) wirklich wichtig ist. Die frei&geist-Tour von PEN Deutschland 2026:
In Kooperation mit dem Bildungscampus der Stadt Nürnberg, mit freundlicher Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst
In Kooperation mit den Bühnen Halle
In Kooperation mit dem Buddenbrookhaus und den Lübecker Museen, mit freundlicher Unterstützung der Hermann-Ehlers-Stiftung
In Kooperation mit 3Möwen e.V., der Kunsthalle Kühlungsborn, dem Literaturhaus Rostock sowie dem Uwe Johnson Literaturhaus in Klütz
In Kooperation mit dem Internationalen Literaturfestival Berlin
In Kooperation mit dem Göttinger Literaturherbst, mit freundlicher Unterstützung der VHG Stiftung
In Kooperation mit dem Theaterhaus Stuttgart, mit freundlicher Unterstützung der Palm-Stiftung
In Kooperation mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
In Kooperation mit Münster Marketing und dem Friedensbüro der Stadt Münster, mit freundlicher Unterstützung der Konrad-Adenauer-Stiftung
In Kooperation mit der Klassik Stiftung Weimar
Im Jahr 2027 folgen weitere Veranstaltungen, unter anderem auf dem Hambacher Schloß und, zum Abschluss, am 24.6.2027 in Leipzig.
Gefördert wird die Tour von der C.H.Beck Kulturstiftung und vom Hoffmann und Campe Verlag. Bundesweiter Kooperationspartner ist der Deutsche Volkshochschul-Verband; Medienpartner der Tour ist die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Darüber hinaus beteiligen sich Städte, Kulturinstitutionen, Festivals und Bildungseinrichtungen an den einzelnen Stationen, unter anderem die Konrad-Adenauer-Stiftung, die VHG-Stiftung, die Hermann-Ehlers-Stiftung, die Palm-Stiftung und zahlreiche Unterstützer, die nicht namentlich genannt werden wollen.
E-Mail: f.hille@pen-deutschland.de
Barbara Heine, HEINEKOMM – Ereignis | Kommunikation









