Pressemitteilung, Darmstadt, 17.7.2026. Die Schriftstellervereinigung PEN Deutschland hat die belarussische Lyrikerin Taciana Niadbaj (43) in sein Writers-in-Exile-Programm eingeladen.
„Literatur ist eine Mine, auf der wir alle detonierten“, heißt es in einem von Taciana Niadbajs Gedichten. „Unsere Herzen sind geschmückt mit Narben/Die beim Anrühren durch Ungerechtigkeit/schmerzen“. Die Druckwelle der fortwährenden Detonationen, der sich kritische Autoren und Journalisten in Belarus ausgesetzt sehen, hat Niadbaj ins Exil getrieben, wie auch den PEN Belarus, der sich jetzt in Polen befindet und dessen Präsidentin sie ist.
Die Vizepräsidentin des PEN Deutschland und Writers-in-Exile-Beauftragte Astrid Vehstedt freut sich auf einen fruchtbaren Austausch mit der Kollegin: „Taciana Niadbaj ist eine bestens vernetzte Dichterin, Literaturwissenschaftlerin, Verlegerin und Übersetzerin. Ihr Wissen und ihre Erfahrungen liefern uns ein tieferes Verständnis für die Literatur und Kultur in Belarus. Wir als PEN Deutschland sind glücklich, sie als Writers-in-Exile-Stipendiatin ein Stück auf ihrem Weg begleiten zu können.“
Das Writers-in-Exile-Programm ist ein Stipendienprogramm für verfolgte Autoren, das von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien finanziert wird. Seit 1999 sind mehr als achtzig Literaten Stipendiaten dieses Exil-Programmes gewesen. Bis zu drei Jahre stellt der PEN Deutschland verfolgten Autoren eine möblierte Wohnung zur Verfügung, dazu ein monatliches Stipendium. Die Kollegen vom deutschen PEN bringen sie in Kontakt mit Verlegern in ihrer Umgebung.
Pressefotos stellen wir Ihnen für Ihre Berichterstattung auf Anfrage gern zur Verfügung.










