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FÜR DIE FREIHEIT DES WORTES

Mahnwache/ Dialog zu Julian Assange

08.12.2022

 

FREE Assange – Keine Auslieferung!

Pressemitteilung, Darmstadt, 29.11.2022. Am Vorabend des Tages der Menschenrechte am 10. Dezember veranstaltet das PEN-Zentrum Deutschland drei Mahnwachen für Julian Assange

am 9.12.2022, 17 Uhr,

vor den Britischen Generalkonsulaten in München (Treffpunkt: Friedensengel, oben, Europaplatz 1) und Düsseldorf sowie in Berlin, wo die Mahnwache um wenige Meter verschoben wird. Statt in dem polizeilichen Sperrgebiet an der Wilhelmstraße, wird sie direkt vor der US-Botschaft auf dem Pariser Platz stattfinden, etwa 80 Meter vom bisherigen Versammlungsort vor der Britischen Botschaft entfernt. Damit möchte das PEN-Zentrum Deutschland vor allem die USA als Verfolgerstaat von Julian Assange zum Einlenken auffordern.

Es sprechen Daniela Dahn, Jenny Erpenbeck u.a. in Berlin, Uwe Timm und andere in München. In Düsseldorf wird es eine stille Mahnwache geben, u.a. mit Ingo Schulze und Horst Eckert.

Am 9.12.2022 um 20 Uhr – Online-Talk

Freiheit für Assange
10.Dezember 2022, Tag der Menschenrechte. Theaterregisseurin Angela Richter erzählt von ihren Begegnungen mit Julian Assange, den sie viele Male in der Botschaft Ecuadors in London traf. Daraus entstand ihr Theaterstück „Assassinate Assange“. Angela Richter engagiert sich seit Jahren für den WikiLeaks-Gründer. Mit dem Schriftsteller Gert Heidenreich liest sie aus einem der Dialoge und fordert die Freilassung von Assange. Moderation: Cornelia Zetzsche, Vize-Präsidentin und Writers in Prison Beauftragte des deutschen PEN-Zentrums

Seit 2021 ist Julian Assange Ehrenmitglied des PEN-Zentrums Deutschland. Seit zwölf Jahren beschäftigt sein Fall die Justiz, weil er geheime Dokumente publiziert und damit Menschenrechtsverletzungen der US Army bekannt gemacht hat. Wiederholt haben PEN International und PEN-Zentren weltweit seine Freilassung gefordert. Derzeit ist er in London im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh inhaftiert. Im Juni 2022 bestätigte die damalige britische Regierung seine Auslieferung an die USA, wo ihm bis zu 175 Jahre Haft drohen. Das Berufungsverfahren ist noch nicht entschieden.

Der Fall Assange ist zum juristischen Fall geworden. Er ist nichtsdestotrotz ein politischer Präzedenzfall.

Die Entscheidung der damaligen britischen Innenministerin Priti Patel ist eine Tragödie für Julian Assange und ein Angriff auf die Pressefreiheit und den Schutz von Informanten und Whistleblowern. Den WikiLeaks-Gründer juristisch zu belangen und unter Spionageverdacht zu stellen, ist ein bedrohliches Signal an Journalisten und Verlegerinnen weltweit. Das Verlangen eines Staates, Dokumente geheim zu halten, greift in das Recht der Öffentlichkeit auf Informationsfreiheit ein; erst recht, wenn der begründete Verdacht auf Korruption und Menschenrechtsverletzungen besteht.

„Seit zwölf Jahren wird Julian Assange in einem kollektiven Akt der Verfolgung als Spion und Verbrecher kriminalisiert und unter Missachtung der Menschenrechte inhaftiert. Ihm wird die Bewegungsfreiheit genommen, das Recht auf Asyl und ein fairer Prozess verweigert, seine Menschenwürde und Unversehrtheit ignoriert. Das alles täuscht nicht darüber hinweg, dass er der Presse- und Informationsfreiheit weltweit und den westlichen Zivilgesellschaften mit der Publikation von Kriegsverbrechen im Irak und in Afghanistan einen wichtigen Dienst erwiesen hat. Unsere Solidarität gilt seinem Mut und seinem Kampf um Gerechtigkeit und Wahrheit. Julian Assange ist unverzüglich freizulassen und darf keinesfalls an die USA ausgeliefert werden, zu groß ist das Risiko für noch mehr Unrecht,“ sagte Cornelia Zetzsche, Vize-Präsidentin und Writers in Prison Beauftragte des PEN-Zentrums Deutschland.

Pressekontakt:
Felix Hille
PEN-Zentrum Deutschland e.V., Fiedlerweg 20, 64287 Darmstadt
Tel.: 06151/627 08 23; Mobil: 0157/31382637
E-Mail: f.hille@pen-deutschland.de

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