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FÜR DIE FREIHEIT DES WORTES

Internationales Podium mit dem Kurator Najem Wali, den Schriftsteller:innen José Ovejero, Laura Casielles und Jordi Puntí sowie der Moderatorin Catalina Rojas Hauser © WLB
Internationales Podium mit dem Kurator Najem Wali, den Schriftsteller:innen José Ovejero, Laura Casielles und Jordi Puntí sowie der Moderatorin Catalina Rojas Hauser © WLB

Westfälische Friedensgespräche 2023: Wenn jede Stimme Gehör und Respekt findet

28.09.2023

Die Literaturreihe „Westfälische Friedensgespräche 2023“, deren Partner das PEN-Zentrum Deutschland ist, wurde am 24. September im Historischen Rathaus in Münster erfolgreich eröffnet. Unter der Schirmherrschaft von Bundesministerin Svenja Schulze kamen rund 150 Gäste zusammen, um die Rolle der Literatur als Mittel zur Friedensstiftung im Kontext des Katalonienkonflikts zu diskutieren. Najem Wali, Vizepräsident und Writers-in-Prison-Beauftragter des deutschen PEN, der als Kurator der Reihe fungiert, betonte in seiner Eröffnungsrede, wie wesentlich es sei, den Mut aufzubringen, andere Perspektiven zu verstehen und den eigenen Standpunkt zu relativieren.

Najem Wali, Vizepräsident und Writers-in-Prison-Beauftragter des deutschen PEN
Foto: © WLB

Najem Wali hob darüber hinaus hervor, dass die Autoren José Ovejero und Jordi Puntí es gewagt haben, mit ihrer literarischen Auseinandersetzung zum Katalonien-Spanien-Konflikt ein Tabu zu brechen, und dass sie dafür Respekt und Anerkennung verdienen. Wali unterstrich die Bedeutung der Literatur als Werkzeug zur Konfliktlösung und zur Erweiterung der Perspektive auf politische Fragestellungen. Seine Worte fanden in den vorgelesenen Passagen aus dem Briefwechsel zwischen Ovejero und Puntí, vorgetragen von den bekannten TV-Schauspielern Kai Schumann und Christine Urspruch, eine beeindruckende Bestätigung.

Die Veranstaltung zeigte zudem, dass ein respektvoller und vorsichtiger Dialog zwischen zwei Parteien möglich ist, um gemeinsame Lösungen für einen Konflikt zu finden. Dieser Gedanke wurde in einer Diskussionsrunde mit Laura Casielles, José Ovejero, Jordi Puntí und Najem Wali weiter vertieft, wobei sämtliche Teilnehmer die Rolle der Literatur in der Politik hervorhoben.

In den folgenden Wochen wird die Reihe fortgesetzt, mit weiteren Lesungen westfälischer Autorinnen und Autoren sowie einem gemeinsamen öffentlichen Rückblick am Tag der Friedenspreisverleihung in Frankfurt. Mit den „Westfälischen Friedensgesprächen 2023“ als Anfang, plant das Westfälische Literaturbüro (WLB) in Unna e.V., in Zukunft weitere Schriftstellerinnen und Schriftsteller einzuladen, um Lösungsansätze zu globalen Konflikten zu entwickeln.

Zum Abschluss des Abends betonte Heiner Remmert, Leiter des WLB, dass die „Westfälischen Friedensgespräche“ bereits erfolgreich unterschiedliche Menschen miteinander ins Gespräch gebracht haben, und hofft, dass der Dialog weiterhin fortgesetzt wird. Najem Wali’s Beitrag als Kurator hat maßgeblich dazu beigetragen, dieses wichtige internationale politische Literaturprojekt zu starten und zu gestalten.

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