FÜR DIE FREIHEIT DES WORTES
  • HOME
  • ÜBER DEN PEN
    • ÜBER UNS
    • AKTUELLES
    • PEN CHARTA
    • PEN WELTWEIT
    • REDEN | RESOLUTIONEN
    • PEN GESCHICHTE
    • PRESSE
    • KONTAKT
  • PERSONEN
    • GESCHÄFTSSTELLE
    • PRÄSIDIUM
    • MITGLIEDER
    • FREUNDE | FÖRDERER
  • ORGANISATION
    • SATZUNG
    • GESCHÄFTSORDNUNG
    • WAHLORDNUNG
    • BEITRAGSORDNUNG
    • PEN REGIONALGRUPPEN
    • STELLENANGEBOTE
  • PEN-PREISE
    • HERMANN KESTEN – PREIS
    • KURT SIGEL – LYRIKPREIS
  • WRITERS-IN-EXILE
    • Das Programm
    • AKTUELLES
    • AKTUELLE STIPENDIEN
    • RÜCKSCHAU
    • E. WOLFFHEIM-STIPENDIUM
    • LITERATUR
  • WRITERS-IN-PRISON
    • WRITERS-IN-PRISON
    • AKTUELLES
    • EHRENMITGLIEDER
    • RAPID ACTION NETWORK
  • LITERARISCHES LEBEN
    • AKTUELLES
    • VERANSTALTUNGEN
    • LITERATUR
    • PUBLIKATIONEN
    • PODCAST

CURRENT PROJECT

FÜR DIE FREIHEIT DES WORTES

Ma Thida  Foto: Anto Magzan

Ma Thida: Schriftstellerin, Chirurgin und Menschenrechtsaktivistin

01.12.2023

Neue Writers-in-Exile-Stipendiatin des PEN-Zentrums Deutschland

Pressemitteilung, Darmstadt, 30. November 2023. Ma Thida ist in Myanmar als führende Intellektuelle bekannt, die sich in ihren Büchern mit der politischen Lage des Landes auseinandersetzt. Bis zum Militärputsch im September 2022 war sie Präsidentin des PEN Myanmar. Seit kurzem ist sie Stipendiatin in unserem Writers-in-Exile-Programm.

Tapfere Reisende

Ma Thida studierte in den 1980er Jahren Medizin, wurde Chirurgin und arbeitete später am „Muslim Free Hospital“, das arme Menschen medizinisch versorgt. Schon in jungen Jahren erwarb sie sich den Ruf als progressive Schriftstellerin. “Ich wollte Schriftstellerin werden, weil ich das, was ich um mich herum beobachte, wie etwa die Armut, mit anderen teilen will”, sagt sie.

Ihre Bücher schrieb sie unter dem Pseudonym Suragamika, was so viel wie tapfere Reisende bedeutet. Doch der politische Charakter ihrer Texte machte sie schnell zur Zielscheibe des repressiven Regimes. Im Oktober 1993 wurde Ma Thida wegen „Gefährdung des öffentlichen Friedens, Kontakt zu illegalen Organisationen und Verbreitung illegaler Literatur“ zu 20 Jahren Haft im Insein-Gefängnis verurteilt. Tatsächlich hat Ma Thida die prodemokratische Bewegung um Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi unterstützt. In Haft, die sie unter unmenschlichen Bedingungen verbüßte, erkrankte sie an Tuberkulose.

Weil es ihr gesundheitlich immer schlechter ging und der politische Druck, auch durch Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International und PEN International, immer größer wurde, konnte Ma Thida nach fünf Jahren, sechs Monaten und sechs Tagen schließlich das Gefängnis verlassen.

Myanmar – weit unten im Weltfreiheitsindex 2023

Danach lehrte sie einige Zeit in den USA, zeitweise war sie auch wieder in Myanmar, jedoch nicht seit 2021, wo die Sicherheitslage immer noch ernst ist. Reporter ohne Grenzen listet Myanmar, das sich seit dem Militärputsch vor zwei Jahren weiterhin im Bürgerkrieg befindet, auf der Rangliste der Pressefreiheit 2023 auf Platz 173 von 180. Auch der Weltfreiheitsindex 2023 zählt Myanmar zu den unfriedlichsten Ländern der Welt.

Ma Thida ist u.a. Trägerin des Reebok Human Rights Awards, den PEN/Barbara Goldsmith Freedom to Write Awards, des Honoured Awards from American Association of Advancement of Science (AAAS) und des Freedom of Speech Award der Norwegian Writers Union.

Interviewwünsche mit Ma Thida gerne an presse@pen-deutschland.de oder d.biehl@pen-deutschland.de.

Das Writers-in-Exile-Programm ist ein Stipendienprogramm für verfolgte Autorinnen und Autoren, das von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien finanziert wird. Seit 1999 sind mehr als sechzig Literatinnen und Literaten Stipendiaten dieses Exil-Programmes gewesen. Bis zu drei Jahre stellt das deutsche PEN-Zentrum verfolgten Autorinnen und Autoren eine möblierte Wohnung zur Verfügung, dazu ein monatliches Stipendium. Die Kolleginnen und Kollegen vom deutschen PEN bringen sie in Kontakt mit Verlegerinnen und Verlegern in ihrer Umgebung.

Vorheriger Beitrag
Stella Gaitano im Erich-Kästner Haus
Nächster Beitrag
Woche der Menschenrechte in NRW – ein Auftakt mit unseren Stipendiaten
ZURÜCK ZUR ÜBERSICHT
MEHR NEWS
21.05.2026
„Gefahr kann von allen Seiten drohen“ – Najem Wali zum Fall Kamel Daoud
15.05.2026
Über alles liebe ich die Freiheit (Hermann Kesten) – Ein Abend der Literatur mit Exilautor…
08.05.2026
PEN-Jahrestagung in Nürnberg: Was (mir) wirklich wichtig ist. Die frei&geist-Tour von…
08.05.2026
PEN-Jahrestagung in Nürnberg: Großer Abend der Literatur
08.05.2026
PEN-Jahrestagung in Nürnberg: Matinee der bayerischen Literatur – Literatur regional…
08.05.2026
PEN-Jahrestagung in Nürnberg: Lebendige Bibliothek – Die PEN-Stipendiaten berichten
07.05.2026
PEN-Jahrestagung 2026: PEN Deutschland startet bundesweite frei&geist-Tour in Nürnber…
06.05.2026
Leben im Exil – Schreiben im Exil – VI. – Lesung und Gespräch mit Stella Gaitano und…
06.05.2026
Treffpunkt | “Gespräch über Bäume”? Aufgabe der Literatur in der Demokratie

Wieviel ist Ihnen
die FREIHEIT wert?

Unterstützen Sie uns!

KONTAKT
IMPRESSUM
DATENSCHUTZ
PRESSE-NEWS
MEDIAKIT
Facebook
X
Instagram

Abonnieren Sie den
PEN NEWSLETTER

Bleiben Sie auf dem Laufenden!

© 2026 PEN DEUTSCHLAND

  Alle Rechte vorbehalten.

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.