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FÜR DIE FREIHEIT DES WORTES

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Leipziger Buchmesse 2026: Von Ästhetik des Widerstands und schönen Literaturen

06.03.2026

Ein Gespräch mit Kathrin Aehnlich, Schatzmeisterin des PEN Deutschland, und Najem Wali, PEN-Vizepräsident und Writers-in-Prison-Beauftragter, über Writers-at-Risk. Moderiert von Karoline Knappe.

Diktatur, Krieg und gefährdete Literatur. Wie schaffen Literaten trotz Verfolgung, Kerkern, bewaffneten Konflikte, Zensur und anderen Bedrohungen, die Ruhe zu bewahren und schön zu schreiben?

Eine Autorin und ein Autor reden über Erfahrungen, wie sie im Sinne des „Ästhetik des Widerstands“ (Peter Weiss) nach Formen gesucht haben, um inmitten von Bedrohung, Diktator und Krieg wahrgenommen zu werden. In dieser Veranstaltung wollen wir uns daran erinnern, wie notwendig die Literatur selbst in schweren Zeiten ist. Die zwei Literaten geben uns einen Blick auf die Widerstandskraft und den Erfindungsreichtum der Literatur der Welt von gestern und von heute.

Kathrin Aehnlich liest aus ihrem in der DDR nicht veröffentlichen Text „Wenn ich groß bin, flieg ich zu den Sternen” und spricht über die Entstehung am Literaturinstitut. Najem Wali liest aus seinem in Irak verbotenen und nach 30 Jahren ins Deutsch übersetzten Roman „Ein Ort namens Kumait“ (Secession Verlag 27 Feb 2026)

Wann: 14:00 – 14:30 Uhr, Do. 19. März

Wo: Messegelände, Forum Literaturlandschaft (Halle 4, C205)


Karoline Knappe wurde 1984 in Potsdam geboren und studierte Psychologie, Musikwissenschaft und Romanistik an der Universität Leipzig. Sie ist Moderatorin, Autorin und Redakteurin, nicht nur, aber vor allem bei MDR KULTUR.

Kathrin Aehnlich wurde 1957 in Leipzig geboren. Nach einem Studium an der „Ingenieurschule für Bauwesen“ studierte sie am Leipziger „Literaturinstitut“. Sie schreibt Erzählungen und Romane (u.a. „Wie Frau Krause die DDR erfand” und „Der König von Lindewitz” im Verlag Antje Kunstmann) und arbeitete als Autorin, Redakteurin und Regisseurin für den Hörfunk und für das Fernsehen.

Najem Wali hat in Bagdad Germanistik studiert. Als er gegen den Iran in den Krieg ziehen sollte, desertierte er und floh nach Deutschland. In Hamburg schloss er ein weiteres Germanistik-Studium ab. In den vergangenen 30 Jahren hat er zahlreiche Romane verfasst, die in deutscher Übersetzung und anderen Sprachen veröffentlicht wurden. Zuletzt erschien „Ein Ort namens Kumait“ im Secession Verlag. Najem Wali wurde unter anderem mit dem Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch ausgezeichnet.

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