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FÜR DIE FREIHEIT DES WORTES

Foto: Max Gödecke

“Für ihren beeindruckenden Einsatz gegen undemokratische Strukturen – für Demokratie”

10.07.2023

Unsere ehemalige Writers-in-Exile Stipendiatin Yirgalem Fisseha Mebrahtu erhält den Georg-Elser-Preis 2023 der Stadt München “für ihren beeindruckenden Einsatz gegen undemokratische Strukturen – für Demokratie“, heißt es in der Jurybegründung.

Die eritreische Schriftstellerin, Dichterin und Mitbegründerin des renommierten Literaturclubs von Adi-khey arbeitete von 2003 bis zum Verbot des Senders und der Verhaftung der Mitarbeiter im Jahr 2009 als Produzentin und Moderatorin bei Radio Bana. Von 2009 bis 2015 war sie im Militärgefängnis Mai Serwa inhaftiert, wo sie wiederholt verhört und gefoltert wurde. Der PEN Eritrea verlieh ihr 2019 den Freedom of Speech and Expression Award.

“Yirgalem Fisseha Mebrahtu hat großen Mut und Zivilcourage bewiesen. Trotz der traumatischen Erlebnisse während ihrer Gefangenschaft hat sie sich dem Willen der totalitären Obrigkeit nicht gebeugt – ja, bietet ihm aus dem Exil noch immer die Stirn, indem sie öffentlich Zeugnis ablegt, mal kämpferisch, mal poetisch. Ihr Empowerment stärkt andere, die sich in einer ähnlichen Lage befinden, gerade auch weibliche People of Color mit ihren weltweit multiplen Gewalterfahrungen“, heißt es in der Jurybegründung des Georg-Elser-Preis 2023.

 

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