Pressemitteilung, Frankfurt, 9.10.2026. Auf der Frankfurter Buchmesse haben PEN Deutschland, PEN Slowakei und PEN Tschechien am 8. Oktober 2026 ein Memorandum zur Gründung des Netzwerks PEN Europa verabschiedet. Dies soll die Zusammenarbeit der europäischen PEN-Zentren stärken, gemeinsame Projekte fördern und den Einsatz für die Freiheit des Wortes, die Verständigung zwischen den Nationen und die Grundsätze der PEN-Charta bündeln. Das Memorandum soll eine erste Fixierung der Idee eines PEN Europa sein; sobald sich weitere PEN-Zentren angeschlossen haben, wird eine differenziertere Fassung erarbeitet.
Das Memorandum wurde am Stand des deutschen PEN auf der Buchmesse durch Vertreter der beteiligten PEN-Zentren besprochen und durch die jeweiligen Präsidenten unterzeichnet. Zum Kreis gehörten für PEN Deutschland Präsident Matthias Politycki, Generalsekretär Michael Landgraf, die Vizepräsidenten Astrid Vehstedt und Najem Wali sowie die Präsidiumsmitglieder Benedikt Dyrlich und Andreas Montag. Das slowakische PEN-Zentrum war vertreten durch dessen Präsidenten Vladimír Skalský und Vizepräsidenten Milan Richter sowie die Schriftstellerin, Slawistin und Germanistin Mária Batorová, ehemalige Präsidentin des slowakischen PEN. Ondřej Vaculík, Präsident des tschechischen PEN-Zentrums, nahm virtuell an der Unterzeichnung teil.
Das Memorandum im deutschen Wortlaut:
Wir, die unterzeichnenden europäischen PEN-Zentren, haben im Rahmen und in Zusammenarbeit mit PEN International beschlossen, das Koordinierungsnetzwerk PEN Europa zu gründen. Wir laden Kollegen aus anderen europäischen Ländern ein, sich dieser Struktur anzuschließen.
Unser Ziel ist es, unsere Aktivitäten zu koordinieren und die Voraussetzungen für eine engere Zusammenarbeit bei gesamteuropäischen und regionalen Projekten zu schaffen, stets im Einklang mit der PEN-Charta.
Wir handeln nach dem Grundsatz, dass Literatur den Menschen als gemeinsames Mittel der Verständigung dienen und dazu beitragen soll, Konflikte jeglicher Art zu überwinden. Wir betrachten Kunstwerke als Erbe der gesamten Menschheit und setzen uns dafür ein, dass sie unter allen Umständen, insbesondere in Kriegszeiten, von nationalen oder politischen Leidenschaften unberührt bleiben.
Wir treten ein für Verständnis, gegenseitigen Respekt zwischen Nationen und Menschen und für die Überwindung des Hasses. Wir bekräftigen das Prinzip der ungehinderten Verbreitung von Ideen – sowohl innerhalb einzelner Länder als auch zwischen den Nationen.
PEN Europa möchte auf der reichen und weit zurückreichenden historischen Tradition unseres Kontinents aufbauen. Wir scheuen uns nicht davor, historische und aktuelle Fragen in einer Weise anzusprechen, die den Grundsätzen der PEN-Charta entspricht.
Wir sind offen für die Zusammenarbeit mit Freunden aus anderen Teilen der Welt.
Auf der Frankfurter Buchmesse, 8. Oktober 2026
Präsident Präsident Präsident
PEN Deutschland PEN Slowakei PEN Tschechien










