Mit tiefer Bestürzung trauert PEN Deutschland um den guatemaltekischen Rechtsanwalt, ehemaligen Staatsanwalt und Antikorruptionskämpfer Juan Francisco Solórzano Foppa, der am 17. Oktober 2026 in Guatemala-Stadt ermordet wurde. Der tödliche Angriff ereignete sich während eines Fußballspiels auf dem Sportgelände Campo Marte. Neben Solórzano Foppa wurde auch ein unbeteiligter Zuschauer erschossen, mehrere Menschen wurden verletzt. Dass eine friedliche Sportveranstaltung zum Schauplatz eines solchen Verbrechens wurde, erfüllt uns mit besonderem Entsetzen.
Solórzano Foppa setzte sich gegen Korruption und Machtmissbrauch ein. Im Jahr 2023 arbeitete er zeitweise im Verteidigungsteam des guatemaltekischen Journalisten und Verlegers José Rubén Zamora Marroquín, dem PEN Deutschland 2026 den Hermann-Kesten-Preis verleiht. Zamora steht wie kaum ein anderer für den mutigen Einsatz für unabhängigen Journalismus unter den Bedingungen politischer Verfolgung. Solórzano Foppas juristisches Engagement an seiner Seite verdeutlicht, wie eng der Schutz der Pressefreiheit mit dem Einsatz für Rechtsstaatlichkeit und unabhängige Justiz verbunden ist.
Die Ermordung Solórzano Foppas ist ein erschütternder Verlust und eine Mahnung, Menschen nicht allein zu lassen, die Korruption aufdecken, Machtmissbrauch benennen und sich für demokratische Grundrechte einsetzen. PEN Deutschland fordert eine unabhängige, umfassende Aufklärung des Verbrechens und die strafrechtliche Verfolgung aller Verantwortlichen.










