Vom 23. bis 25. März 2026 kamen die Stipendiaten des Writers-in-Exile-Programms von PEN Deutschland gemeinsam mit der Writers-in-Exile-Beauftragten Astrid Vehstedt, Rechtsanwalt Victor Pfaff sowie den zuständigen Mitarbeitern und Betreuern des Programms zu einer Klausurtagung auf Schloss Wiepersdorf in Brandenburg zusammen. Ziel des Treffens war der persönliche Austausch über das Leben und Arbeiten im Exil sowie die Auseinandersetzung mit Fragen des Asylrechts, der demokratischen Teilhabe und der gegenseitigen Unterstützung im Alltag.
Nach der gemeinsamen Anreise begann die Tagung mit einer Vorstellungsrunde und Gesprächen über „Rechte, Pflichten, Verantwortung und Gemeinwohl: Leben in der Demokratie“. Im Mittelpunkt standen die Erfahrungen der Exilautoren und die Herausforderungen, mit denen sie sich im deutschen Exil konfrontiert sehen.
Victor Pfaff erläuterte in mehreren Gesprächseinheiten zentrale Aspekte des deutschen Asylverfahrens, der Einbürgerung und des Aufenthaltsrechts. Zudem diskutierte er mit den Exilautoren Fragen zur Meinungsfreiheit, zur Rechtsstaatlichkeit und zum demokratischen Selbstverständnis in Deutschland. Astrid Vehstedt begleitete die Gespräche sprachlich und dolmetschte zwischen Deutsch und Englisch.
Neben den inhaltlichen Arbeitsphasen bot die Tagung auch Raum für persönliche Gespräche, gemeinsame Mahlzeiten und Spaziergänge durch die Anlage von Schloss Wiepersdorf. Das barocke Gutshaus, welches seit dem 18. Jahrhundert mit der Familie von Arnim verbunden ist, bildete den Rahmen für intensive Gespräche über literarische Arbeit, Publikationsmöglichkeiten und bestehende Netzwerke.
Ein weiterer Bestandteil des Programms war ein von Astrid Vehstedt angeleitetes Resilienz- und Kampfsporttraining. Die Teilnehmer beschrieben das gemeinsame Training als stärkend und verbindend. Viele empfanden die Tage in Wiepersdorf als geschützten Raum, der Offenheit und Vertrauen ermöglicht habe.
Im abschließenden Resümee wurde die Klausurtagung von allen Beteiligten als großer Gewinn bewertet. Besonders hervorgehoben wurden die solidarische Atmosphäre, der intensive Austausch untereinander sowie das Gefühl, mit persönlichen Sorgen und Erfahrungen im Exil nicht allein zu sein.









