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FÜR DIE FREIHEIT DES WORTES

PEN Deutschland warnt: Der „Europäische Gipfel zur digitalen Souveränität“ in Berlin – eine Katastrophe!

28.11.2025

Pressemitteilung, Darmstadt, 28. November 2025. Angekündigt war das von Frankreich und Deutschland ausgerichtete Treffen als Beitrag zur Entbürokratisierung, Deregulierung, Datenschutz und Cyberregulierung der digitalen Märkte. Herausgekommen ist eine Stärkung der US-Medienkonzerne Meta, Amazon, Google, Microsoft und all der anderen Firmen, die an KI-Modellen arbeiten. Eine „digitale Souveränität“ Europas gegenüber den US-Konzernen ist damit in weite Ferne gerückt; Freiheit und Selbstbestimmung wurden den Interessen der Tech-Lobby geopfert.

Mit KI-Verfahren werden bereits heute Millionen von Hassmeldungen und „Fake-news“ in die Welt gesendet, die Menschen im Handumdrehen mit falschen Informationen und simplifizierten Ideologien versorgen und damit vom langsamen Heranbilden eigener, komplexer Urteile abhalten.  beleidigen und die Demokratie zerstören. Darüber hinaus kaschieren sich KI-Systeme als besonders effiziente Dienstleister, um den systematischen geistigen Diebstahl zu bemänteln, den sie tagtäglich millionenfach begehen.

PEN-Präsident Matthias Politycki: „In einer demokratisch verfaßten Gesellschaft umfaßt die Freiheit des Wortes nicht nur das Recht, einander ohne zensierenden Eingriff auszutauschen, sie bedeutet nicht minder, einander ohne zensirerende Steuerung wahrzunehmen – also zu hören und zu lesen, was uns andere mitteilen. Bereits zum jetzigen Zeitpunkt sortiert KI das gesamte gespeicherte Wissen der Menschheit und bietet in seiner verkürzten Aufbereitung subtile Möglichkeiten, nicht nur Meinungen, sondern auch Tatsachen in jede beliebige Richtung hin zu verändern. Paradoxerweise werden wir in Zukunft womöglich alles unzensiert schreiben, aber nichts mehr unzensiert lesen können – und diese Zukunft hat gerade jetzt begonnen.“

PEN Deutschland fordert die Bundesregierung deshalb auf, die europäischen Digitalregeln beizubehalten und weiterzuentwickeln sowie entschlossenen Widerstand gegen ihre Aufweichung zu leisten.

Pressekontakt:
Felix Hille
PEN Deutschland, Fiedlerweg 20, 64287 Darmstadt
Tel.: 06151/627 08 23; Mobil: 0157/31382637
E-Mail: f.hille@pen-deutschland.de

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