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FÜR DIE FREIHEIT DES WORTES

Astrid Vehstedt Foto: Claudia Guderian

Demokratie sichern: Zusammenhalt in Vielfalt leben

12.06.2024

Sechste Jahrestagung der Initiative kulturelle Integration

Am 16. Mai vertrat Writers-in-Exile-Beauftragte und Vizepräsidentin Astrid Vehstedt das deutsche PEN-Zentrum auf der Jahrestagung der Initiative kulturelle Integration (IkI).

Unter Federführung des deutschen Kulturrats und unterstützt mit Mitteln der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien erarbeitete die IkI 15 Thesen für „Zusammenhalt in Vielfalt“. Diese sind auf der Homepage www.kulturelle-integration.de zu finden.

An der ganztägigen Tagung im Europäischen Haus in Berlin nahe dem Brandenburger Tor nahmen mehr als 150 Gäste aus Politik, Kultur und Zivilgesellschaft teil. Fünf der Thesen (in der Reihenfolge: 2, 14, 1, 10, 15) waren die Grundlage für Referate und Panelgespräche mit u.a. der Parlamentarischen Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter (Innenministerium) oder Staatsministerin Reem Alabali-Radovan, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration. Ein breiter Bogen gesellschaftlicher Themen wurde geschlagen von der Kultur über Sport, Medien sowie Arbeit und Soziales. Die Themen Antisemitismus, Integration und gesellschaftliche Teilhabe sowie der Begriff der „wehrhaften Demokratie“ gegen extremistische Angriffe durchzogen alle Panels.

Besonders hervorzuheben ist der Eröffnungsvortrag von Prof. Dr. Bernhard Pörksen vom Institut für Medienwissenschaft der Eberhard Karls Universität Tübingen. Unter dem Titel „Auswege aus dem kommunikativen Klimawandel“ referierte er über „Die Kunst des Miteinander-Redens“ Am Beispiel des ukrainischen Restaurantbesitzers Mischa Katsurin zeigte er die Macht der Propaganda und die Mittel, ihr entgegenzuwirken. Katsurin musste erleben, dass sein in Russland lebender Vater der festen Überzeugung war, Putins Truppen seien den Ukrainern zur Hilfe gekommen, um sie von Nazis zu befreien. Er habe im Fernsehen gesehen, dass die russischen Soldaten die Ukrainer mit Essen und warmer Kleidung versorgten. Der Vater konnte nicht glauben, dass Russland Krieg gegen die Ukraine führte. Das Telefonat zwischen Vater und Sohn endete im Streit. In einem Instagram-Post thematisierte Katsurin das Problem und stellte fest, dass eine sehr große Anzahl der Ukrainer das gleiche Problem hatte. Er erstellte eine Website mit dem Namen „papapover“ (Papa, glaube mir), auf welcher er das Problem formulierte, Tatsachenberichte über die wahre Situation in der Ukraine sammelte und Fragen oder Sätze formulierte, welche der russischen Propaganda entgegenwirken sollten. Über 11 Millionen Menschen in der Ukraine mit Verwandten in Russland konnten zum potentiellen Multiplikator werden, um den russischen Verwandten die wahre Situation mitzuteilen. Und wenn diese wiederum zwei oder drei weiteren Russen von den wahren Umständen erzählten, würde sich auch die Wahrheit entsprechen multiplizieren und letztendlich die russische Macht der Desinformation brechen können.

Pörksen leitete von diesem Beispiel drei Handlungsmuster im Umgang mit verhärteten Fronten ab:

  1. Das Prinzip der eröffnenden Wertschätzung gegenüber dem Anderen mit einer diametral verschiedenen Meinung
  2. Das Prinzip der „doppelten Passung“: in der Authentizität der Aussage müsse zugleich eine Kohärenz mit der aktuellen Situation herrschen. Dies erfordere Selbstreflexion und Selbstanalyse der handelnden Person insbesondere in schwierigen Situationen
  3. Das Prinzip der respektvollen Konfrontation.

In verhärteten Situationen und erheblichen Schwierigkeiten in einem Dialog sei es besonders wichtig, den Anderen respektvoll zu behandeln. Man könne oder müsse eine Aussage kritisieren aber gleichzeitig den Menschen respektieren. Umgekehrt sollte Kritik sachbezogen wahrgenommen und nicht persönlich verstanden werden.

Diese praktischen Beispiele und Gedanken dienten den folgenden Referenten als Bezug in ihren eigenen Darstellungen und könnten auch für uns als Handlungsmaxime hilfreich sein.

Astrid Vehstedt, Vizepräsidentin und Writers-in-Exile-Beauftragte des deutschen PEN

Lektüre-Empfehlung:

Bernhard Pörksen und Friedemann Schulz von Thun:
Die Kunst des Miteinander-Redens: Über den Dialog in Gesellschaft und Politik

Hanser-Verlag, ISBN-13: 9783442179183,  224 Seiten

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