Kato Javakhishvili ist eine georgische Lyrikerin, Schriftstellerin, Dramatikerin und Kulturaktivistin. Sie ist Autorin von sechs Gedichtbänden sowie von Prosawerken und Theaterstücken und gilt als eine bedeutende Stimme der zeitgenössischen georgischen Literatur. Im Mittelpunkt ihres Schreibens stehen politische Gewalt, historische Erinnerung, Geschlechterrollen, Exil sowie die fragile Grenze zwischen Privatleben und öffentlicher Macht.
Neben ihrer literarischen Arbeit ist sie Gründerin und Leiterin der Kulturorganisation Art & Society, in deren Rahmen sie interdisziplinäre Projekte zu den Themen gesellschaftlicher Dialog, Erinnerungskultur, soziale Inklusion und europäische Integration entwickelt hat. Ihre Arbeit verbindet Literatur, Bildung, Public History und gemeinwesenorientierte Kulturarbeit.
Javakhishvili nahm an internationalen Literaturfestivals, Residenzprogrammen und Kulturprojekten teil, darunter die Frankfurter Buchmesse, die Jan Michalski Foundation sowie das New Europe College. Ihre Werke wurden in mehrere Sprachen übersetzt, darunter Englisch, Deutsch, Französisch, Ukrainisch und Slowakisch.
Aufgrund zunehmenden politischen Drucks, Einschüchterungen und Bedrohungen im Zusammenhang mit ihrer öffentlichen und kulturellen Arbeit in Georgien war sie 2025 gezwungen, ihr Heimatland zu verlassen. Derzeit lebt und arbeitet sie in München als Stipendiatin des Writers-in-Exile-Programms von PEN Deutschland. Dort setzt sie ihre literarische Arbeit fort und widmet sich insbesondere den Themen Exil, Erinnerung und dem Zwischenraum von Aufbruch und Schweigen.

