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FÜR DIE FREIHEIT DES WORTES

Behnaz Amani

Behnaz Amani ist eine Dichterin, Forscherin, Übersetzerin und ehemalige politische Gefangene, die im Iran für die Rechte von Frauen und Kindern kämpfte.

Ihre Gedichte handeln von existenziellen Krisen und der verlorenen Liebe.

Vor der revolutionären Bewegung „Frau, Leben, Freiheit“ war sie Assistenzprofessorin für englische Literatur an der Azad University. Doch weil sie sich für die Rechte von inhaftierten Studenten einsetzte und deren Freilassung forderte, wurde sie erst vom Sicherheitsdienst der Universität verhört, dann ins Gefängnis gebracht.

Demütigungen im Gefängnis

„Die Wärter haben uns gedemütigt, uns gezwungen, uns nackt auszuziehen und vor ihnen in die Hocke zu gehen, während wir sinnlose Fragen beantworten mussten“, erinnert sich Behnaz Amani. Am nächsten Tag habe ihr ein Richter gedroht, sie zu erhängen. „Was war mein Verbrechen? Ich wusste es nicht“, sagt Amani. „Aber anscheinend konnten sie mich für ‘nichts’ hinrichten.“

Die Anklage letztendlich: Versammlung und geheime Absprachen gegen die nationale und internationale Sicherheit, auf die im Iran die Todesstrafe steht.

Die Angst blieb

Wegen ihrer Krebserkrankung kam Amani auf Kaution frei, lebte aber weiterhin in Angst. „Ich musste jeden Tag, wenn ich raus ging, schauen, ob mein Haus markiert war.“ Das hieß: „„Es gibt eine Razzia, sie werden es durchsuchen und einen wieder gefangen nehmen“, sagt Amani. Und: „Ich sah, die Menschen, die an meiner Verhaftung beteiligt waren, jeden Tag auf der Straße. Ich musste sie jeden Tag sehen.“

Sie war zudem von der Universität ist Behnaz Amani verwiesen worden, darf seitdem im Iran nicht mehr akademisch lehren und auch nicht mehr literarisch veröffentlichen. Seit Februar 2024 hat Behnaz Amani Zuflucht in Deutschland gefunden und ist Writers-in-Exile Stipendiatin des PEN-Zentrums Deutschland.

Was war mein Verbrechen? Ich wusste es nicht

StipeniatInnen
Ma Thida
StipeniatInnen
María Teresa Montaño

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