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FÜR DIE FREIHEIT DES WORTES

Gedankenfreiheit auch für Buchhändler!

09.03.2026
PEN Deutschland befürchtet fortwährende politische Einflussnahme
 

Pressemitteilung, Darmstadt, 9.3.2026. PEN Deutschland blickt mit Sorge auf das Eingreifen politischer Institutionen in die Vergabe des Buchhandlungspreises. Damit wird die Jury diskreditiert und eine Entscheidung, die aufgrund eines demokratischen Prozesses erfolgt ist, korrigiert. Nicht nur der Preis ist damit beschädigt, sondern das Ansehen einer ganzen Branche – und das unsrer politischen Entscheider.

Für Autoren sind Buchhandlungen ein wichtiger Partner, nicht nur um ihre Bücher zu verkaufen, sondern um sie, die Autoren, mit dem Publikum ins Gespräch zu bringen. Buchhandlungen sind, als Orte des Austauschs von Ideen, ein basisdemokratischer Raum, in dem das öffentliche Gespräch wichtige Impulse empfängt. Gerade in dieser Funktion sind sie ein Ort der Meinungsfreiheit und -vielfalt.

Diese Meinungsfreiheit und -vielfalt umfasst ausdrücklich auch die Freiheit der Buchhändler. Die Ränder eines demokratischen Spektrums gehören ganz zweifellos zum Spektrum dazu, keineswegs befinden sie sich außerhalb davon. Wer einmal anfängt, die Freiheit zu beschneiden, wird so schnell nicht damit aufhören.

PEN Deutschland-Präsident Matthias Politycki warnt: „Wehret den Anfängen – ansonsten werden wir im Handumdrehen ‚amerikanische‘ Zustände haben: Die jeweils regierende Partei kuratiert das kulturelle Angebot, sei‘s in zeitlicher Abfolge, indem sie die Entscheidungen der Vorgängerregierung revidiert, sei‘s in räumlicher Hinsicht, indem das kulturelle Angebot von Bundesland zu Bundesland völlig anders bemessen wird. Wenn man den aktuellen Fall so zu Ende denkt, sind wir uns sicher: Das kann selbst der Bundesverfassungsschutz nicht wollen.“

Pressekontakt:
Felix Hille
PEN Deutschland, Fiedlerweg 20, 64287 Darmstadt
Tel.: 06151/627 08 23; Mobil: 0157/31382637
E-Mail: f.hille@pen-deutschland.de
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