frei&geist

Was (mir) wirklich wichtig ist.

Die frei&geist-Tour von
PEN Deutschland

Die frei&geist-Tour von PEN Deutschland

Ausgangslage

Die öffentliche Debatte in Deutschland steckt in einer paradoxen Krise: Noch nie wurde so viel gesendet – und noch nie so wenig zugehört. Moralische Bekenntnisse, alarmistische Appelle und suggestive Signalwörter dominieren den öffentlichen Raum. Viele Menschen ziehen sich zurück, reagieren mit Schweigen oder innerer Kündigung. Laut einer Allensbach-Umfrage (Mai 2025) glauben rund 40 % der Bevölkerung, dass es besser ist, beim Äußern politischer Meinungen vorsichtig zu sein.
Gleichzeitig profitieren radikale und autoritäre Kräfte von genau diesem Zustand: von Polarisierung, Sprachverhärtung und dem Abbruch des Gesprächs. Wer nicht mehr miteinander spricht, überlässt den Raum den Lautesten – und oft den Extremsten.

Ansatz

Die frei&geist-Tour ist die Antwort von PEN Deutschland auf diese Entwicklung. Sie setzt nicht auf weitere Stellungnahmen, sondern auf Modell-Gespräche, an denen sichtbar wird, wie demokratischer Austausch wieder gelingen kann.

Im Mittelpunkt stehen:

– die Freude am Miteinander-Reden
– der bewusste Verzicht auf Reiz- und Signalwörter
– die Suche nach Gemeinsamkeiten und tragfähigen Schnittmengen
– Zuhören als aktive demokratische Praxis
– Respekt vor der Freiheit des Wortes des anderen

Nicht die Durchsetzung von Positionen, sondern die Wiedergewinnung von Gesprächsfähigkeit ist das Ziel.

Warum PEN Deutschland?

PEN Deutschland steht seit über 100 Jahren für die Freiheit des Wortes.
Als Gastgeber und Partner
bringt PEN:

– institutionelle Unabhängigkeit
– Glaubwürdigkeit im Einsatz für Meinungsfreiheit
– Erfahrung im Umgang mit kontroversen Positionen
– die Fähigkeit, Debattenräume zu öffnen, ohne sie zu kontrollieren

Die frei&geist-Tour ist kein internes Literaturformat, sondern ein öffentlicher Diskussionsraum, den PEN Deutschland zur Verfügung stellt – für die Gesellschaft insgesamt.

Format

– Bundesweite Diskussionsreihe 2026–2027
– 16 Veranstaltungen, je eine pro Bundesland
– Podium mit 3–4 Teilnehmern:
– Autoren und Publizisten
– ergänzt durch Persönlichkeiten aus Philosophie, Wissenschaft, Politik oder Medien
– generationen- und milieuübergreifend, bewusst breit eingeladen
– Dauer: 60–90 Minuten
– persönliche Kurzstatements: Was ist (mir) im Moment wirklich wichtig?
– offene Diskussion
– gemeinsames Erarbeiten einer „PEN-Deutschland-Charta des fairen Gesprächs“
– informeller Ausklang bei einem Freigetränk – die Gespräche gehen weiter

Atmosphäre: offen, niedrigschwellig, respektvoll – alles darf gesagt werden, aber so, dass man weiter miteinander reden möchte.

Orte & Kooperationen

Veranstaltungen in allen 16 Bundesländern, bevorzugt in medienstarken Städten.
Kooperationen mit Theatern, Städten, Ländern, Schulen, Universitäten, Vereinen, Jugend- & Kulturorganisationen.
Zielgruppe: Menschen aller Altersgruppen, Bildungsschichten und politischen Richtungen.

Fest stehen bereits folgende Veranstaltungen:

2026
11.06. Nürnberg, Stadt Nürnber: Katharinenruine
25.06. Halle, Bühnen Halle: Operncafé
23.07. Lübeck, Buddenbrookhaus: Media Docks
25.07. Kühlungsborn, Stadt Kühlungsborn: Kunsthalle
10.09. Berlin, internationales literaturfestival berlin: Haus der Berliner Festspiele
05.10. Göttingen, Göttinger Literaturherbst: Rathaus
06.10. Stuttgart, Theaterhaus Stuttgart: Theaterhaus Stuttgart
09.10. Frankfurt, Frankfurter Allgemeine Zeitung: FAZ-Tower
15.10. Münster, Friedensbüro/Stadt Münster: Rathaus
28.10. Weimar, Klassik Stiftung Weimar: Residenzschloß

2027:
– Hamburg: Termin und Ort noch offen
– Brandenburg: Termin und Ort noch offen
– Bremen: Termin und Ort noch offen
– Saarland: Termin und Ort noch offen
25.05. Neustadt, Stiftung Hambacher Schloß: Hambacher Schloß
24.06. Leipzig, Stadt Leipzig

Bereits zugesagt haben u.a.
Bernhard Schlink, Iris Berben, Jan Philipp Reemtsma, Jenny Erpenbeck, Boris Palmer, Ulrich Maly, Monika Maron, Ilko-Sascha Kowalczuk, Dirk Kurbjuweit, Dörte Hansen, Ingo Schulze, Anna Schneider, Hasnain Kazim, Gabriele von Arnim, Harald Martenstein, Andreas Urs Sommer, Jürgen Kaube, Philipp Hübl, Jan Fleischhauer, Burkhard Spinnen, Jens Sparschuh, Carsten Brosda, Andreas Rödder, Ijoma Mangold, Cornelia Funke, Marko Martin, Michael Kretschmer, Juli Zeh …

Kommunikation & Medien

– Presse- und Social-Media-Kampagnen
– YouTube-Kanal »Was (mir) wirklich wichtig ist. Die frei&geist-Tour von PEN Deutschland« mit Clips, Publikum-Reels & Diskussionsausschnitten
– Dokumentation jeder Station in ca. 8-minütigen Videofilmen
– Medienpartner FAZ
– Mediale Vorberichterstattung und Begleitung durch die entsprechenden ARD-Anstalten und die regionale Presse

Finanzierung

Finanzierung ausschließlich über öffentliche Förderung, Sponsoring & Spenden
Moderation: Dr. Matthias Politycki, Präsident PEN Deutschland (ehrenamtlich)
Eintritt: niedrigschwellig

Veranstalter

PEN Deutschland – in Kooperation mit lokalen Partnern wie Akademien, Städten, Theatern, Festivals

Projektleitung & Organisation

HEINEKOMM – EREIGNIS | KOMMUNIKATION
Agentur für Kulturprojekte
Barbara Heine-Schumann
heine@heinekomm.de
+49 40/767 526 26
+49 171/193 55 67

TERMINE

11. Juni 2026
19.00 Uhr

Nürnberg
Katharinenruine

Mit: Jenny Erpenbeck, Boris Palmer, Jan Philipp Reemtsma und Ulrich Maly
Moderation: Matthias Politycki, Präsident von PEN Deutschland

25. Juni 2026
19.00 Uhr

Halle (Saale)
Oper Halle

Mit: Schriftstellerin Monika Maron, Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk und Journalist Jürgen Kaube
Moderation: Matthias Politycki, Präsident von PEN Deutschland