Pressemitteilung, Darmstadt, 9. September 2025. Der deutsche PEN gratuliert dem Niederdeutsch-Friesischen PEN und seinem Präsidenten Leander Sukov herzlich zur Aufnahme in die Gemeinschaft des PEN International. Sukov sagte vor der Vollversammlung des PEN in Krakau 2025: „Wo Sprachen sterben, sterben ganze Ansichten über die Welt.”
Exil-Literatur in Freinsheim
Freinsheim in der Pfalz ist ein literarischer Erinnerungsort. Mit dem Hermann-Sinsheimer-Preis ehrt man hier Literatinnen und Literaten in Gedenken an den hier geborenen Journalisten und Schriftsteller, der wie der damalige PEN-Präsident Alfred Kerr 1933 ins Exil musste. Daher war es Hasan Özdemir, PEN-Mitglied und Mitverantwortlicher für das Lesefestival „Freinsheimer Lese” wichtig, auch in Freinsheim das Thema Exil zu verorten.
Blumen für den Underdog – Lesung zu Ehren von Rainer Klis in Chemnitz
Am 18. September 2025 erinnert die Neue Sächsische Galerie in Chemnitz mit einer besonderen Veranstaltung an den Schriftsteller, Buchhändler und langjährigen PEN-Autor Rainer Klis (1955–2017). Unter dem Titel „Blumen für den Underdog“ – zugleich Name seines 2024 posthum erschienenen Bandes im Mitteldeutschen Verlag Halle (Saale) – lesen Weggefährten und Freunde aus dem Werk des Autors.
Kesten-Preis an Marcia Sá Cavalcante Schuback
Pressemitteilung, Darmstadt / Wiesbaden, 4. September 2025. Die brasilianisch-schwedische Philosophin und Autorin Marcia Sá Cavalcante Schuback erhält den Hermann Kesten-Preis 2025 des PEN Deutschland. Die Verleihung findet am 13. November 2025 um 19 Uhr in den Kleinen Kammerspielen des Staatstheaters Darmstadt statt – im Jahr des 125. Geburtstags von Hermann Kesten. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert, die das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur stiftet. Die Laudatio übernimmt Frank Ruda, Professor für Moderne und Zeitgenössische Philosophie an der Universität Dundee.
„Bruder gegen Bruder, für Gott und Vaterland“ – Najem Wali
In der taz reflektiert Najem Wali, PEN-Vizepräsident und Writers-in-Prison-Beauftragter, über den Nordirlandkonflikt und dessen Bedeutung für das heutige Verständnis von Gewalt. Ausgehend von Nikos Kazantzakis’ Roman Die Brüdermörder zeigt er, wie Religion und Vaterland immer wieder als Rechtfertigung für Konflikte dienen, damals wie heute im Nahostkonflikt. Wali macht deutlich, wie historische Muster fortwirken und gesellschaftliche Spaltungen bis in die Gegenwart prägen.
PEN Deutschland trauert um Eugen Gomringer
Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von unserem langjährigen Mitglied Eugen Gomringer, der am 21. August 2025 im Alter von 100 Jahren verstorben ist.
“Die Meinungsfreiheit ist die Herzkammer der Demokratie” – Matthias Politycki
Im Interview mit NDR Kultur spricht PEN-Präsident Matthias Politycki über die Rolle des PEN Deutschland in einer Zeit weltweiter Spannungen und Unsicherheiten: warum sich die Schriftstellervereinigung bewusst auf ihr Kernziel – die Verteidigung der Meinungsfreiheit – konzentriert, weshalb er „weniger Sendungsbewusstsein und mehr Zuhören“ fordert und wie er innerhalb des PEN neuen Teamgeist schaffen möchte.
Literarischer Herbst in Freinsheim: Gespräche mit Writers-in-Exile-Stipendiaten
Im Rahmen der Reihe „Literarischer Herbst“ lädt Hasan Özdemir, PEN-Mitglied und Initiator der Literarischen Lese Freinsheim, zu zwei besonderen Gesprächsabenden im Café Zucker und Salz in Freinsheim ein. Im Mittelpunkt stehen zwei Autoren aus dem Writers-in-Exile-Programm des PEN Deutschland.
Gezielte Tötung von Journalisten in Gaza: Freiheit der Berichterstattung
Über die Wirkungsweisen der Demokratie. Solidaritätslesung mit Stella Gaitano (Südsudan) und Mubeen Khishany (Irak)
Stella Gaitano (Südsudan) und Mubeen Khishany (Irak) stellen sich vor. Was sie erlebt haben und erleben, ist Leben und Schreiben unter Extrembedingungen. Und trotzdem verlieren sie nicht den Mut. Sie eröffnen damit ganz andere Blicke auf unsere Demokratie.










