Anlässlich des Jubiläums von 75 Jahren GG der BRD im Jahr 2024 haben sich acht Autorinnen und Autoren, die im Stipendienprogramm Writers-in-Exile des PEN Deutschland waren oder sind, mit dem Grundgesetz befasst. Ihre Kommentare öffneten den Blick von außen auf uns und unsere Demokratie. In der weiterführenden Diskussion ergaben sich daraus teils neue Texte und Überlegungen für eine demokratische Gesellschaft in ihren jeweiligen Herkunftsländern. Diesen janusköpfigen Blick möchten wir diskutieren mit: Kholoud Charaf (Syrien), Mohamad Reza Haj-Rostambeglou (Iran) und Ariel Maceo Tellez (Kuba) sowie dem Juristen und langjährigen Anwalt für Menschenrechte, Victor Pfaff. Astrid Vehstedt (Writers-in-Exile-Beauftragte, Vizepräsidentin des PEN Deutschland) moderiert das Gespräch.
Kholoud Charaf (Syrien), vielfach ausgezeichnete Schriftstellerin, Dichterin und Künstlerin. Über ein internationales Flüchtlingshilfswerk kam sie 2028 nach Polen; ab 2020 war sie drei Jahre Stipendiatin des PEN Deutschland; inzwischen lebt sie in Österreich.
Mohammad Reza Haj-Rostambeglou (Iran) ist aktuell Stipendiat des PEN Deutschland. Aufgrund regime- und gesellschaftskritischer Texte in seiner Heimat inhaftiert und gefoltert, konnte er 2016 fliehen. Vom Exil aus kämpft der Lyriker und Romancier weiter gegen das Terrorsystem der Mullahs.
Ariel Maceo Tellez (Kuba) ist aktueller Stipendiat des PEN Deutschland. Sein Einsatz für die Meinungsfreiheit ließ den Dichter, Satiriker und Fotografen ins Visier der politischen Polizei in Kuba geraten. Mit seiner Arbeit versucht er u. a., das romantisierte Bild westlicher Linker von Kuba zu konterkarieren.
Victor Pfaff (Deutschland), Rechtsanwalt, spezialisiert auf Asyl und Ausländerrecht. Zunächst als Fachhochschullehrer tätig, ließ er sich 1975 als Anwalt in Frankfurt am Main nieder. 1986 gehörte er zu den Mitgründern von Pro Asyl. Für sein Engagement erhielt er 1996 die Hermann Kesten Medaille.
Astrid Vehstedt (Deutschland), Regisseurin, Autorin und Filmemacherin; Engagements u. a. an Häusern in Brüssel, London, Paris, Halle und Bagdad. Gründung und Leitung des „ensemble interculturel“. Zahlreiche Libretti, ein Kriminalroman sowie Beiträge in Anthologien. Seit 2021 Writers-in-Exile-Beauftragte und Vizepräsidentin des PEN Deutschland.
Eine Veranstaltung des Forums Offene Gesellschaft in Kooperation mit PEN Deutschland / Writers-In-Exile





