Auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Holger Mann nahm Astrid Vehstedt, Vizepräsidentin und Writers-in-Exile-Beauftragte des PEN Deutschland, am 20. März an einer Podiumsdiskussion im Leipziger Wahlkreisbüro der SPD teil. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Leipziger Buchmesse statt und widmete sich der Frage der Kunstfreiheit im Spannungsfeld von Politik und Literaturbetrieb.
Neben Vehstedt diskutierten Nancy Faeser, ehemalige Bundesministerin des Innern und für Heimat, sowie Sebastian Guggolz, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels und Verleger. Anlass war ein zuvor kurzfristig einberufener Runder Tisch im Paul-Löbe-Haus zu aktuellen kulturpolitischen Entwicklungen.
Im Zentrum stand die Debatte um den Buchhandelspreis sowie die grundsätzliche Frage, wie staatliche Förderung und kritische Auseinandersetzung in einer demokratischen Gesellschaft zusammenwirken. Vehstedt betonte, dass die Möglichkeit, staatliche Entscheidungen sachlich zu kritisieren, ohne Repressionen befürchten zu müssen, ein zentrales Merkmal von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sei. Internationale Beispiele verdeutlichten zugleich die Fragilität dieser Freiheit.
Sebastian Guggolz unterstrich die Bedeutung eines fortgesetzten Dialogs zwischen Politik und Branche und verwies trotz bestehender Kritik auf konstruktive Gespräche mit politischen Entscheidungsträgern.
Zudem thematisierte Vehstedt die Situation iranischer Stipendiaten des PEN Deutschland im Spannungsfeld politischer Entwicklungen und persönlicher Betroffenheit sowie die Notwendigkeit, Antisemitismus in Deutschland entschieden entgegenzutreten. Zugleich plädierte sie für eine differenzierte Betrachtung der komplexen Lage in Israel.
Die Veranstaltung stieß auf große Resonanz. In einem anschließenden Schreiben dankte Timon Gremmels im Namen des Kulturforums der Sozialdemokratie für Vehstedts Beitrag, der die Diskussion durch klare Positionen und persönliche Einblicke maßgeblich bereichert habe.




