Pressemitteilung, Darmstadt, 13.3.2026. PEN Deutschland rückt auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse die „Ästhetik des Widerstands“ unter repressiven Bedingungen sowie den Blick seiner Writers-in-Exile-Stipendiaten auf das deutsche Grundgesetz und die Gesellschaft in den Fokus.
Gerade in Zeiten globaler Krisen und zunehmender Bedrohung für Journalisten zeigt sich die Notwendigkeit der Literatur als Raum des Widerstands und der demokratischen Selbstvergewisserung.
Das Programm im Überblick:
Donnerstag, 19. März 2026: Von Ästhetik des Widerstands und schönen Literaturen
Diktatur, Krieg und Literatur. Wie schaffen Literaten trotz existentieller Gefahren und Bedrohungen – etwa Verfolgung, willkürlicher Einkerkerungen, Folterung, bewaffneter Konflikte, Zensur – die Ruhe zu bewahren und „schön“ zu schreiben?
Kathrin Aehnlich liest aus ihrem in der DDR unveröffentlichten Text „Wenn ich groß bin, flieg ich zu den Sternen“. Najem Wali stellt seinen im Irak verbotenen Roman „Ein Ort namens Kumait“ vor. Gemeinsam beleuchten sie die Widerstandskraft der Literatur von gestern und heute.
- Teilnehmer: Kathrin Aehnlich (Schatzmeisterin des PEN Deutschland), Najem Wali (PEN-Vizepräsident & Writers-in-Prison-Beauftragter)
- Moderation: Karoline Knappe (MDR KULTUR)
- Zeit/Ort: 14:00 – 14:30 Uhr | Forum Literaturlandschaft (Halle 4, C205)
Samstag, 21. März 2026: „Poesie im Milieuschutzgebiet“ – Lesungen und Gespräch
Die Gruppe Leipzig im PEN Deutschland präsentiert in der Kinobar „Prager Frühling“ den Abend „Poesie im Milieuschutzgebiet“. Es lesen und diskutieren die sächsischen Schriftstellerinnen Angela Krauß (Suhrkamp), Kerstin Hensel (Luchterhand) und Kathrin Aehnlich (Kunstmann). Im Fokus stehen plötzliches Glück, plötzliches Unglück, falsche Moral, Spießertum, Anpassung und ein lebensbejahender Totengräber. Und natürlich die Literatur.
- Teilnehmerinnen: Angela Krauß (Suhrkamp), Kerstin Hensel (Luchterhand), Kathrin Aehnlich (Kunstmann)
- Zeit/Ort: 18:30 Uhr | Kinobar Prager Frühling (Haus der Demokratie, Bernhard-Göring-Straße 152, 04277 Leipzig)
Eine Veranstaltung im Rahmen von „Leipzig liest“
Sonntag, 22. März 2026: Der Blick von außen auf Demokratie und Grundgesetz – Fragen an eine offene Gesellschaft
Anlässlich des 75-jährigen Jubiläums des deutschen Grundgesetzes (2024) haben ehemalige und aktuelle Stipendiaten des Writers-in-Exile-Programms die deutsche Verfassung kommentiert. Die Runde diskutiert die Sicht auf die deutsche Demokratie und die Rückschlüsse auf die Herkunftsländer der Autoren.
- Teilnehmer: Kholoud Charaf (Syrien), Mohammad Reza Haj-Rostambeglou (Iran), Ariel Maceo Tellez (Kuba) und Victor Pfaff (Jurist und langjähriger Anwalt für Menschenrechte)
- Moderation: Astrid Vehstedt (Writers-in-Exile-Beauftragte, Vizepräsidentin von PEN Deutschland)
- Zeit/Ort: 14:15 – 15:00 Uhr | Forum Offene Gesellschaft (Halle 5, K500)
Eine Veranstaltung des Forums Offene Gesellschaft in Kooperation mit PEN Deutschland
Pressekontakt:
Felix Hille
PEN Deutschland, Fiedlerweg 20, 64287 Darmstadt
Tel.: 06151/627 08 23; Mobil: 0157/31382637
E-Mail: f.hille@pen-deutschland.de




